Blutgruppen

Die Menschen haben unterschiedliche Blutgruppen, die jeweils auch verschiedene Blutgruppeneigenschaften auf den Blutzellen aufweisen können. Die Struktur jeder Blutgruppe wird durch roten Blutkörperchen bestimmt. Die Antikörper des Blutes sind ebenfalls ein Indikator einer Blutgruppe. Unser Blut mit seinen unterschiedlichen Blutgruppen weißt bei jedem Menschen eine unterschiedliche Beschaffenheit auf.

Blutgruppensystem und Rhesusfaktor

Aber nicht nur durch das Blutgruppensystem hat eine wichtige Bedeutung bei unseren Blutgruppen sondern auch der Rhesusfaktor ist ein wichtiger Indikator in unserem Blutgruppensystem. Insbesondere bei Geburten spielt der Rhesusfaktor eine wichtige Rolle, sobald das Blut der Mutter mit dem Blut des Säuglings in Verbindung kommt. Trägt beispielsweise die schwangere Frau mit dem Rhesusfaktor negativ ein Rhesus positives Kind aus, kann es beim Kontakt der beiden Blutgruppen dazu führen, dass die Mutter Antikörper gegen das Blut des Säuglings bildet. Damit es bei Schwangerschaften nicht zu solchen Komplikationen führen kann, erhält jede Schwangere mit dem Faktor Rhesus negativ eine entsprechende Prophylaxe ab der 28. bis zur 30. Schwangerschaftswoche. Diese Rhesus-Prophylaxe wird dann direkt nach der Geburt, spätestens aber innerhalb von 72 Stunden erneut verabreicht. Wird eine solche Prophylaxe nicht verabreicht, können im Extremfall Missbildungen beim Kind auftreten und schlimmstenfalls zum Tod führen.

Seltene Blutgruppen

Wenn eine Rhesus positive Mutter jedoch ein Kind mit Rhesusfaktor negativ austrägt, sind in der Regel keine Probleme bei Mutter und Kind zu erwarten. Die Verteilung oder die Blutgruppenhäufigkeit ist regional sehr unterschiedlich. So haben etwa 37% der in Deutschland lebenden Menschen die Blutgruppe A positiv und etwa 35% Prozent der deutschen Bevölkerung hat die Blutgruppe 0 positiv. Die Blutgruppe B positiv ist bei etwa 9% der deutschen Bevölkerung vertreten und die Blutgruppe A sowie die Blutgruppe 0 bei je 6%. Eher seltene Blutgruppen stellen die beiden Blutgruppen AB positiv mit etwa 4% der deutschen Bevölkerung dar und mit nur 2% die Blutgruppe B. Die Blutgruppe macht nur etwa 1% aus.

Weltweit verteilen sich die Blutgruppen wie in der Grafik sichtbar

Blutgruppenverteilung

Merkmale der Blutgruppenvererbung

Zu der Blutgruppenvererbung lässt sich sagen, dass jedes Kind sowohl ein Blutgruppenmerkmal von der Mutter und ein Blutgruppenmerkmal vom Vater vererbt bekommt. Die Vererbung der Blutgruppen ist in den Mendelschen Gesetzen verankert. Laut dieses Gesetzes vererbt je ein Elternteil von den beiden Blutgruppenmerkmalen ein Merkmal an das Kind weiter. So können sich die Kosten für einen Vaterschaftstest machmal bei Zweifeln an der Elternschaft schon im Voraus als unnötig erweisen. Nämlich dann wenn durch die Blutgruppe des Kindes schon ersichtlich ist, dass die Kombination der Blutgruppen der „Eltern“ keinesfalls zu der des Kindes passen. Durch dieses System der Vererbung der Blutgruppen können bei dem Kind neun unterschiedliche Kombinationen aus den beiden Blutgruppen der Eltern bestehen.