Blutwerte

Um Krankheiten oder den allgemeinen Gesundheitszustand eines Menschen beurteilen zu können, können Blutwerte einen direkten Aufschluss darüber geben. Hierbei werden beispielsweise die im Blut gelösten Stoffe bestimmt oder zum anderen die im Blut zirkulierenden Zellen gezählt. Eine Untersuchung der Blutwerte kann auch vorsorglich Aufschluss über Störungen oder mögliche gesundheitliche Risiken geben. Dies bietet Möglichkeiten eine Behandlung einzuleiten, ohne dass Beschwerden aus der Krankheit einsetzen oder die Krankheit überhaupt zum Ausbruch kommt. Ein gutes Beispiel stellt in diesem Zusammenhang Diabetes vom Typ2 dar. In vielen Fällen wird diese Krankheit nicht frühzeitig erkannt und kann schwere Schäden an den Organen verursachen. Durch eine Untersuchung der Blutwerte kann solch eine Erkrankung direkt erkannt und optimal behandelt werden. Dies gilt beispielsweise auch für die Erkennung von erhöhten Nierenwerten oder dem Anstieg verschiedener Werte im Blut vor einem Herzinfarkt.

Blutwerte regelmäßig kontrollieren

Die Überprüfung der Blutwerte ist nicht nur dann sinnvoll, wenn ein Krankheitsbild genau definiert werden soll, sondern auch für den Fall dass eine Krankheit bereits erkannt wurde, aber der Verlauf der Behandlung überprüft werden muss. Es lässt sich beispielsweise nachweisen, dass Infektionen zurückgehen oder ob sich eine Entzündung weiter ausbreitet oder dank gezielter Gabe von Medikamenten zurückgeht. Um aussagekräftige Daten zu haben, sollten die Blutwerte bei einer schwerwiegenden Diagnose mindestens ein zweites Mal überprüft werden. Hierbei sollte aber auch immer beachtet werden, dass jeder Mensch verschieden ist und Abweichungen von den vermeintlichen Normalwerten individuell für eine Person sich im Rahmen der Toleranz bewegen können. Äußere Einflüsse auf die Blutwerte Untersuchung Es sollten nie die äußeren Einflüsse außer Acht gelassen werden, welche bei einer Entnahme von Blut wirken können. Beispiele für verschiedene Faktoren sind beispielsweise:

  • Zeitpunkt der Blutentnahme
  • Transport und Verarbeitung der Blutproben
  • Zustand des Patienten (Befinden, Ernährung, Muskelmasse, Schwangerschaft, Medikamente oder körperliche Aktivitäten

Wichtig vor einer Untersuchung der Blutwerte ist es, dass die Person nüchtern ist. Schon durch eine Tasse Kaffee mit Zucker, kann es zu einer Veränderung des Blutspiegels kommen. Dank moderner Technik können heutzutage mit Hilfe von Biosensoren aus einer Blutprobe bis zu acht verschiedene Blutwerte entnommen werden.

Großes und kleines Blutbild

Zu unterscheiden ist zwischen einem kleinen und einem großen Blutbild. Für beide Versionen wird nur eine geringe Blut benötigt, welche mit Hilfe eines chemischen Mittels ungerinnbar gemacht wird. So beinhaltet beispielsweise das kleine Blutbild die Konzentration der Blutzellen in Bezug auf weiße und rote Blutkörperchen und die Blutplättchen. Beim großen Blutbild wird noch ein sogenanntes Differenzialblutbild angefertigt. Hierbei werden vor allem die weißen Blutkörperchen gezielt untersucht. Hierzu kommen Farbstoffe zum Einsatz um die verschiedenen Leukozyten unterscheiden zu können.