Leberwerte

Die Leber gehört zu einem der wichtigsten Organe im menschlichen Körper. Die Hauptaufgabe der Leber ist es, Tag ein Tag aus Gift und weitere Abfallstoffe aus unserem Körper zu spülen. Unsere Leber speichert Fette, Zucker und Vitamine. Daher ist es wichtig schon auf kleinste Schäden der Leber mit entsprechenden Maßnahmen zu reagieren. Ist die Leber einmal stark angegriffen, gibt es keine Therapie, um die Schäden zu beheben. In den meisten Fällen ist es dann notwendig, eine Lebertransplantation vorzunehmen.

Abweichung von den Normalwerten

Durch die Blutwerte können bereits kleinste Schäden an der Leber erkannt werden. Die Leberwerte werden durch eine venöse Blutentnahme bei einem Arzt ermittelt. Die Blutwerte geben Aufschluss über die Gesundheit der Leber. Für die Leberwerte ist besonders der Glutamat-Pyruvat-Transaminase-Wert in Kurzform GPT-Wert genannt, wichtig. Zeigen die Blutwerte eine Abweichung der Normalwerte an, ist ein eindeutiges Indiz auf eine Schädigung der Leber gegeben. Aber bei den Blutwerten der Leber werden auch noch die Enzyme GOT und Gamma-GT in Kurzform GGT, gemessen. Die Enzyme GOT und GPT geben Hinweise auf mögliche akute Probleme der Leber während Gamma-GT in der Regel ein Indikator für stetigen massiven Alkoholkonsum darstellt. Erhöhte Leberwerte zeigen sich nicht nur durch starken Konsum von Alkohol sondern können Ihre Ursache auch durch einen Rückstau der Galle bei Gallensteinen haben.

Leberzirrhose und Konsquenzen

Eine Leberzirrhose entsteht in den meisten Fällen über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg und wird oftmals sowohl von den Betroffenen als auch vom behandelnden Arzt nicht sofort erkannt. In vielen Fällen wird eine Leberzirrhose erst bei einer Untersuchung der Blutwerte festgestellt, sofern nicht ein totales Versagen des Organs festgestellt wird.

Neben der Untersuchung der Leberwerte können Müdigkeit und Abgeschlagenheit, ein deutlicher Leistungsabfall und massive Schlafstörungen ein weiteres Symptom für eine Leberzirrhose sein. Zeigen die Blutwerde der Leber eine Leberzirrhose im fortgeschrittenen Stadion auf, hat das in der Regel eine komplette Insuffizienz der Leberzellen zur Folge.

Die Leberwerteuntersuchung ist aber nicht die einzige Methode um eine Leberzirrhose festzustellen. Eine körperliche Untersuchung kann ebenso einen Hinweis auf die Erkrankung geben. Bei der körperlichen Untersuchung wird die die Oberflächenbeschaffen und die Größe der Leber abgetastet. Weitere Indizien für Leberzirrhose sind häufig eine Wasseransammlung im Bauch oder eine gelbliche Hautfarbe.

Die Leberwerte geben jedoch den besten Aufschluss darüber, inwieweit die Leber betroffen ist und ob die Leberwerte eventuell zu hoch sind. Bei einer Leberzirrhose sind die Stoffe Albumin, Cholinesterase in geringerer die Konzentration vorhanden. Weiterhin lässt sich feststellen, dass der sogenannte Quick-Wert längere Zeit in Anspruch nimmt und somit das Blut bei der Blutprobe langsamer gerinnt. Darüber hinaus werden bei der Blutprobe auch Giftstoffe nachgewiesen, die eine gesunde Leber ausfiltern würde. Erhöhte Werte von Bilirubin und Leberenzymen im Blut weisen ebenfalls auf eine Leberzirrhose hin.