MCV

Der MCV Blutwert informiert im Rahmen eines Blutbildes über das durchschnittliche Volumen der Erythrozyten (roten Blutkörperchen). Die Abkürzung MCV steht für den englischen Begriff Mean Corpuscular Volume. Der Blutwert MCV ist für den Mediziner besonders dann wichtig, wenn es darum geht, eine Anämie festzustellen.

MCV Wert erhöht

Sind die Blutwerte MCV erhöht, liegt in der Regel eine vermehrte Anzahl der Erythrozyten vor. Dies kann vielfach die Folge von einem Mangel an Folsäure oder Vitamin B12 sein. Aber auch bei einem chronischen Leberleiden können erhöhte MCV Blutwerte gemessen werden. MCB Blutwerte können auch unter Umstände durch die Einnahme von gewissen Medikamenten erhöht sein. Erhöhter Konsum von Alkohol lässt den Blutwert MCV ebenfalls ansteigen. Aus diesem Grund wird der Mediziner stets nach dem Alkoholgebrauch fragen, wenn die Blutwerte MCV erhöht sein sollten.

Neben dem MCV Blutwert werden in der Regel noch der MCH Wert und der MCHC Wert analysiert, da zusammen mit diesen Werten erst eine aussagekräftige Diagnose über eine Anämie gestellt werden kann.

Ermittlung des MCV Wertes

Zur Ermittlung der MCV Blutwerte ist Kapilarblut notwendig. Der MCV Blutwert verändert sich je nach der Tages- oder Jahreszeit. Diese Schwankungen liegen durchaus im Bereich des normalen und setzen keine Krankheit voraus. Ein zu hoher Blutwert MCV wird auch in der medizinischen Fachsprache Makrozytose genannt. Makrozytose bedeutet große Zellen.

Durch einen gesunden Lebenswandel und eine ausgewogene Ernährung in Kombination mit ausreichend Bewegung kann jeder Einzelne schon einen wertvollen Beitrag leisten, um normale MCV Blutwerte zu erhalten. Auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen, zu denen ein Blutbild gehört, können sich positiv auf die MCV Blutwerte auswirken, da im Falle von Unregelmäßigkeiten der Mediziner schnell die entsprechende Therapie einleiten kann.