Blutwerte verstehen

Nicht selten wird bei der jährlichen Kontrolluntersuchung Blut entnommen. Nicht selten kommt es dabei vor, dass die Patienten die Blutwerte der Blutuntersuchung nicht verstehen. Die vielen medizinischen Fachbegriffe machen es den Patienten oftmals schwer, um die Blutwerte zu verstehen. Bei den Blutuntersuchungen unterscheiden wir zwischen einem kleinen Blutbild und einem großen Blutbild. Beim kleinen Blutbild werden weniger Blutwerte ermittelt als beim großen Blutbild. Beim großen Blutwert werden zusätzlich die Blutwerte der weißen Blutkörperchen genauer mit einem Differenzialblutbild untersucht. Das große Blutbild wird in der Regel erst dann erstellt, wenn die Blutwerte des kleinen Blutbildes Auffälligkeiten ausweisen. Die unterschiedlichen Substanzen in unserem Blut können Hinweise auf unseren Gesundheitszustand gebe. Hierbei spielt die Anzahl der einzelnen Substanzen eine entscheidende Rolle. Blutwerte verstehen ist nicht einfach. Daher soll nachfolgende Aufschlüsselung helfen, einige der wichtigsten Blutwerte zu verstehen. Für jeden Blutwert gibt es jeweils einen Oberwert und einen Unterwert. Die Richtwerte bei Männern und Frauen sind unterschiedlich.

Erythrozyten

Wollen Sie Ihre Blutwerte richtig verstehen, sollten Sie auf jeden Fall wissen, dass es sich bei den Erythrozyten um die sogenannten roten Blutkörperchen handelt, die den Sauerstofftransport zu den einzelnen Körperzellen gewährleisten. Zeigen sich bei den Blutwerten eine zu geringe Anzahl der roten Blutkörperchen an, so kann möglicher Weise ein Eisenmangel vorliegen. Bei einer erhöhten Anzahl der roten Blutkörperchen können Leberstörungen, Herzerkrankungen oder chronische Lungenbeschwerden die Ursache sein.

Hämoglobin

Unter Hämoglobin versteht sich der Blutfarbstoff. In der Fachsprache wird in der abgekürzten Form von dem Hb-Wert gesprochen. Das Hämoglobin ist für den Sauerstofftransport der Erythrozyten zuständig. Zeigen die Blutwerte einen zu geringen Hämoglobinwert auf, kann ein Eisenmangel der Grund sein.

Thrombozyten

Bei den Thrombozyten sprechen wir von den Blutplättchen, die für die Blutgerinnung eine besondere Rolle spielen. Sind die Thrombozyten in einer zu geringen Anzahl vorhanden, kann es vorkommen, dass sich die Blutungen nicht schnell schließen und die Wundheilung verlangsamt reagiert.

Blutkörperchen Senkungs Geschwindigkeit

Bei einem Verdacht auf eine Entzündung im Körper wird bei den Blutwerten noch die Blutkörperchen Senkungs Geschwindigkeit gemessen, welche in der Kurzform BSG genannt wird. Bei einem erhöhten Wert kann der Grund entweder an einer Autoimmunerkrankung liegen oder an einer bakteriellen Infektion. Bei der Blutuntersuchung wird die Geschwindigkeit gemessen in der die Blutkörperchen in dem Reagenzglas absinken. Je nach Krankheitsbild erfolgt dies in unterschiedlichen Zeitabschnitten.

C-reaktives Protein

Der BSG-Wert hat mittlerweile immer mehr an Wichtigkeit verloren, wenn auf eine Entzündung im Körper gesucht wird. Heutzutage ist die Bestimmung des C-reaktiven Proteins, kurz CRP Wert, für den Mediziner viel bedeutender, da dieser Wert weitaus schneller und genauer auf Entzündungen hinweist.

Bei dem C-reaktiven Protein handelt es sich um ein Eiweiß, welches sich vor allem bei Entzündungen bildet, damit abgestorbene Zellen oder Giftstoffe aus dem Gewebe entfernt werden. Blutzuckerwerte

Um ein aussagekräftiges Ergebnis der Blutzuckerwerte zu erhalten, sollte die Blutabnahme im nüchternen Zustand gemessen werden. Haben Sie erhöhte Blutzuckerwerte, dann kann dies ein erster Hinweis auf eine Diabetes mellitus sein. Erste Anzeichen hierfür kann schon ein erhöhter Harndrang sein.

Die war nur ein kleiner Abriss über die umfangreichen Blutwerte. Damit Sie als Patient nach einer Blutuntersuchung alle Blutwerte verstehen, sollten bei Unklarheiten unbedingt Ihrem Arzt gezielte Fragen stellen.