Was ist der Rhesusfaktor

Besonders während einer Schwangerschaft ist der Rhesusfaktor ein wichtiges Thema, da die Blutgruppen der Mutter als auch des ungeborenen Kindes eine wichtige Rolle spielen. Bei fast jeder 10. Schwangerschaft kann es vorkommen, dass wenn die Mutter die Blutgruppe Rhesus Negativ hat und das ungeborene Kind die Blutgruppe Rhesus Positiv hat, die Gefahr besteht, dass die Mutter Antikörper gegen den Rhesusfaktor des Fötus bildet. Dies wiederum kann die Folge haben, dass das Kind mit Behinderungen geborgen wird oder schlimmsten Falls zum Tode führen kann. Was genau ist jedoch der Rhesusfaktor? Beim Rhesusfaktor handelt es sich um ein Protein in den roten Blutkörperchen, welches sich auf der Zellmembran befindet. Unseren Breiten haben die meisten Menschen den Rhesusfaktor Positiv.

Blutgruppenvererbung nach Mendel

Die Mendelschen Gesetze definieren exakt die Blutgruppenvererbung. Durch das Blutgruppensystem AB0 werden die Blutgruppen nach den unterschiedlichen Antigenen in den roten Blutkörperchen unterteilt. Bei der Blutgruppe A ist das Antigen A existent und Antikörper gegen die Blutkörperchen der Blutgruppe B bildet. Bei der Blutgruppe B ist das Antigen B vorhanden und bilden Antikörper gegen die Blutkörperchen der Gruppe A. Die Blutgruppe 0 verfügt über keine Antigene. Jedoch die Antikörper A und B sind in der Blutgruppe 0 vorhanden. Die Blutgruppe AB verfügt über die zwei Antigene A und B dafür aber nicht über die Antikörper A und B. Das Blutgruppenmuster eines Menschen bleibt ein ganzes Leben lang unverändert.

Rhesusfaktor Vererbung

Die Rhesusfaktor Vererbung erfolgt ebenfalls nach den Regeln der Mendelschen Gesetze. Hierbei wird zwischen dem Faktor Rhesus Positiv und dem fehlenden Rhesus Negativ differenziert. Als Beispiel kann hier genannt werden, dass wenn beispielsweise beide Elternteile Rhesus Negativ sind, das neugeborene Kind ebenfalls Rhesus Negativ ist. Hier hat sich der Rhesusfaktor Vererbung nur das d-Gen von beiden Eltern weitervererbt. Somit stellt die Blutgruppenvererbung auch bei Gutachten in der Gerichtsmedizin oder bei Nachweisen der Vaterschaft eine entscheidende Rolle. Aber nicht nur während einer Schwangerschaft oder bei Vaterschaftsnachweisen sondern auch bei Blutübertragungen spielen Blutgruppen eine entscheidende Rolle. Daher sollte vor jeder Blutübertragung die Blutgruppenverträglichkeit überprüft werden.